Im Auftrag des Marktes Peiting erarbeitete BHSF gemeinsam mit der Städtebaumanufaktur die Fortschreibung des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) einschließlich Vorbereitender Untersuchung (VU). Das ursprüngliche ISEK aus dem Jahr 2014 bildete den Ausgangspunkt; Ziel der Fortschreibung war es, die planerischen Grundlagen für die nächsten 15 Jahre zu aktualisieren, städtebauliche Missstände zu benennen und ein konsistentes Maßnahmenkonzept zu entwickeln.
Der Planungsprozess gliederte sich in fünf aufeinander aufbauende Phasen: Rahmenbedingungen und Bestandsaufnahme, Stärken-Schwächen-Analyse, Entwicklungskonzept, integriertes Maßnahmenkonzept sowie die Festlegung des Sanierungsgebietes. Auf Grundlage einer parzellenscharfen Analyse des Ortskerns wurden städtebauliche Missstände in den Handlungsfeldern Innenentwicklung, Mobilität und Erschließung, Soziales sowie Nutzungsstruktur und Gebäudebestand untersucht und bewertet. Die Ergebnisse wurden in einem räumlichen Leitbild verdichtet und in priorisierten Projekt- und Maßnahmensteckbriefen aufbereitet.
Ein zentrales Anliegen des Prozesses war die breite Einbindung der Bevölkerung. Neben einer moderierten Auftaktveranstaltung im Rathaus und einem thematischen Bürgerspaziergang durch den Ortskern wurde ein Jugendworkshop mit Schülerinnen und Schülern der Mittelschule Peiting durchgeführt. Den Abschluss bildete ein Zukunftsforum, bei dem rund 43 Teilnehmende die erarbeiteten Projekte kommentierten und priorisierten. Ergänzt wurde der partizipative Prozess durch mehrere Verwaltungsrunden und Sitzungen einer projektbegleitenden Lenkungsgruppe aus Politik, Verwaltung und Fördermittelgebern.
Mit dem Beschluss der Sanierungssatzung am 29. Juli 2025 wurde das Sanierungsgebiet förmlich festgesetzt und die Grundlage für die schrittweise Umsetzung der erarbeiteten Maßnahmen geschaffen.