Deutscher Pavillon, Venedig Biennale

Kategorie
Wettbewerbe
Architektur
BHSF Architekten
Weitere Beteiligte
mit Florian Graf, Stefanie Bürkle, Anne-Julchen Bernhardt, Anna Weber, Karl Kegler, Silke Langenberg, Sergej Stanojkovski (2015), Karl Kegler, Sergej Stanojkovski, Tim Rieniets, Aduo Vio, Anna Weber (2017)

2015 gelangten wir in die Endrunde für den Schweizer Pavillon in Venedig, aus der wir allerdings wegen zweier postalisch nicht angekommener A4-Blätter ausschieden. Ein darauf aufbauender Beitrag gelangte 2017 leider nicht in die Endrunde.

Im Beitrag wird die deutsche Alltagsarchitektur mit ihren Protagonisten zum Sprechen gebracht und damit eine Bestandesaufnahme der deutschen Baukultur geleistet – entlang des landesweit vorkommenden Typus des Eiscafés. Die Recherchereise mit einem Einrichter durch alle Bundesländer gipfelt in der dialogischen Verwandlung des deutschen Pavillons in ein Eiscafé, das Intervention und Ausstellung zugleich ist.

Das Eiscafé „Venezia“ wird gemeinsam mit den Einrichter Aduo Vio eingerichtet und betrieben. Beim Eisgenuss kann ein Dokumentarfilm zu Recherchereise und Verwandlungsprozess betrachtet werden. Die typologische Recherche und Hintergrundinformationen zur Entstehung der Eiscafés werden an den Wänden, in Kuchenvitrinen und auf den Cafétischen präsentiert – man befindet sich im Gegenstand der Ausstellung.

Vor dem Hintergrund des Um- und Weiterbaus der deutschen Städte zielt der Dialog über die deutsche Stadtbaukultur auf eine breite Öffentlichkeit. Die Reise aktiviert diese über den direkten Kontakt. Wert und Status der Alltagsarchitektur werden sowohl in der Fachwelt als auch mit Architekturlaien diskutiert.